Häufig gestellte Fragen
Wie oft treffen wir uns?
Die Häufigkeit der Sitzungen richtet sich ganz nach Ihren Bedürfnissen und Ihrer aktuellen Lebenssituation. Viele Menschen empfinden einen regelmäßigen Rhythmus von ein- oder zweimal pro Woche als hilfreich, besonders zu Beginn der Therapie. Gleichzeitig sind auch größere Abstände möglich, etwa alle zwei oder drei Wochen, einmal im Monat oder in individuell vereinbarten Intervallen.
Auch ein einmaliges Gespräch kann sinnvoll sein, zum Beispiel, um eine Situation zu klären oder eine Orientierung zu gewinnen. Wichtig ist, dass wir gemeinsam einen Rahmen finden, der für Sie stimmig und tragbar ist.
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Diese Frage stellen sich viele Menschen zu Beginn, und sie ist sehr verständlich. Gleichzeitig gibt es darauf keine allgemeine Antwort, weil jede Lebensgeschichte und jedes Anliegen einzigartig ist. Die Dauer hängt davon ab, welche Themen Sie mitbringen, was Sie für sich verändern oder besser verstehen möchten und wie intensiv Sie sich auf den Prozess einlassen möchten.
Manche Menschen wünschen sich Unterstützung in einer bestimmten Lebensphase oder bei einem konkreten Anliegen, andere eine längerfristige Begleitung. Beides ist möglich und sinnvoll. Wir werden den Verlauf der Therapie immer wieder gemeinsam reflektieren und anpassen. Sie entscheiden, wie lange Sie bleiben möchten. Meine Aufgabe ist es, Sie auf diesem Weg achtsam, respektvoll und professionell zu begleiten.
Wie lange dauert eine Sitzung?
In der Regel dauert eine Sitzung 50 Minuten. In besonderen Situationen können wir bei Bedarf auch längere Termine vereinbaren.
Kann ich die Kosten bei der Krankenkasse einreichen?
Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz ist in der Regel eine Privatleistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Wenn Sie privat versichert sind oder über eine Zusatzversicherung verfügen, kann eine Kostenübernahme möglich sein. In diesem Fall empfehle ich, sich vor Beginn der Therapie direkt bei Ihrer Versicherung zu informieren.
Bis wann kann ich einen Termin absagen?
Sie können einen Termin bis spätestens 24 Stunden vor der vereinbarten Sitzung kostenfrei absagen oder verschieben. So haben andere Patient:innen die Möglichkeit, den frei gewordenen Termin zu nutzen. Wenn ein Termin später als 24 Stunden im Voraus abgesagt wird, wird das volle Honorar in Rechnung gestellt.
Sollten Sie am selben Tag erkranken, kann der Termin ebenfalls ohne Kosten abgesagt werden, sofern eine ärztliche Bescheinigung (Krankschreibung) vorliegt.
Mir ist wichtig, einen verlässlichen und respektvollen Rahmen für die gemeinsame Arbeit zu schaffen. Gleichzeitig weiß ich, dass unvorhergesehene Situationen entstehen können. Wenn Sie unsicher sind oder besondere Umstände vorliegen, sprechen Sie mich gerne an.
Was bedeutet psychodynamisch-psychoanalytische Psychotherapie?
Die psychodynamisch-psychoanalytische Psychotherapie geht davon aus, dass viele unserer Gefühle, Gedanken und Beziehungsmuster von unbewussten inneren Prozessen geprägt sind. Oft wirken frühere Beziehungserfahrungen in unserem heutigen Leben weiter, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. In der Therapie geht es darum, diese inneren Zusammenhänge gemeinsam zu verstehen und neue Erfahrungen zu ermöglichen. Dabei steht die therapeutische Beziehung im Zentrum. Sie bietet einen geschützten und verlässlichen Raum, in dem belastende Gefühle, innere Konflikte und schwierige Erfahrungen gehalten und schrittweise verarbeitet werden können.
Ein wichtiger Aspekt ist das gemeinsame Nachdenken über Gefühle und Erfahrungen. Ziel ist nicht nur die Linderung von Symptomen, sondern ein tieferes Selbstverständnis, mehr innere Freiheit und die Fähigkeit, Beziehungen bewusster und lebendiger zu gestalten. Die Therapie versteht sich als ein gemeinsamer Prozess, der individuell auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Tempo abgestimmt wird.
Was ist Trauma aus psychodynamisch-psychoanalytischer Perspektive?
Aus psychodynamisch-psychoanalytischer Sicht wird Trauma nicht nur als ein belastendes oder überwältigendes Ereignis verstanden, sondern als eine Erfahrung, die zum Zeitpunkt ihres Geschehens nicht ausreichend verarbeitet werden konnte. Solche Erfahrungen können unintegriert bleiben und weiterhin Gefühle, Beziehungen und das Selbstgefühl beeinflussen, oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
In diesem Ansatz wird Trauma innerhalb einer sicheren und verlässlichen therapeutischen Beziehung bearbeitet. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem überwältigende Gefühle allmählich gehalten, verstanden und symbolisiert werden können. Auf diese Weise können belastende Erfahrungen schrittweise integriert werden, die Fähigkeit zur emotionalen Regulation gestärkt und ein Gefühl von innerer Stabilität und Verbundenheit entwickelt werden.